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American Football:
(Magdeburg Virgin Guards im Magdeburger Sportverein 90 e.V.)

Überzeugende Vorstellung zum Saisonfinale in Cottbus

 
Nach einem klaren 8:35-Auswärtserfolg am Sonntag gegen die Cottbus Crayfish beenden die Magdeburg Virgin Guards die Saison 2005 in der American-Football-Regionalliga Ost als Tabellendritter. Die Magdeburger lieferten in der Lausitz eine überzeugende Vorstellung ab. Vor allem die zuletzt nach dem Abwehrchaos in Frankfurt/Oder in der Kritik stehende Defensive präsentierte sich überragend. „Ein tolles Spiel! Die Jungs haben echt Wiedergutmachung betrieben“, lobte Abteilungsleiter Dietmar Mundt.

„Das war die beste Defensivleistung, die ich in dieser Saison gesehen haben“, sagte auch Headcoach André Grohe, der ein „sehr engagiertes Spiel“ seiner Abwehrreihen gesehen hatte. Die Linebacker Bernhard Filipiak und Tobias Lier machten im Zusammenspiel dem Cottbusser Spielmacher, Quarterback Florian Woitaske, das Leben schwer. Auch Linebacker Eric Hoerl und Defensivspieler David Bienioßek (fing zwei Pässe der Cottbusser ab und holte damit seinem Team jeweils das Angriffsrecht zurück) fielen positiv auf.

Gleiches galt für Defensive-Line-Mann Peter Hartmann, der mit teils artistisch wertvoll anmutenden Einlagen die Cottbusser zu stoppen wusste. Die einzige schlechte Nachricht nach dem Spiel: Hartmanns Einsatz endete im Krankenhaus. Diagnose: Kreuzbandriss

Dessen ungeachtet lief es diesmal auch in der Offensive rund. Schon im ersten Angriff des Spiels glänzte Receiver Christian Zajontz nach einem Zuspiel von Quarterback Heiko Pittelkau mit einem Lauf über gut 60 Yards, den die Cottbusser erst wenige Meter vor ihrer Endzone stoppen konnten. Anschließend erlief Runningback Marcus Jannaschk die ersten sechs Punkte für die Garde.

Im zweiten Viertel war es dann Jannaschk, der nach einem Lauf mit dem Leder-Ei im Arm unmittelbar vor der Endzone der Gastgeber zu Fall gebracht wurde. Runningback Lars Lange nutzte die Gelegenheit, im folgenden Versuch die restlichen Zentimeter zu überbrücken. Noch vor der Halbzeitpause hatten die Gäste ein drittes Mal Grund zum Jubeln. Erneut setzte Zajontz nach einem Zuspiel von Pittelkau zum Lauf an. Dank Receiver Robert Wein, der den letzten freien Verteidiger der Cottbusser sauber wegblockte, konnte Zajontz gut 50 Yards hinter sich lassen und brachte die Garde erneut nah an die Ziellinie.

Die übrige Distanz überwand diesmal wieder Runningback Jannaschk, der auch nach der Pause noch einmal erfolgreich sein sollte und damit insgesamt drei der fünf Touchdowns zum Erfolg der Magdeburger beitrug. Weitere sechs Punkte gehen auf das Konto von Lars Andresen. In seinem vermutlich letzten Spiel für die Virgin Guards freute sich Lars Andresen, eigentlich Defensivspieler, über einen Einsatz als Runningback (der 33-Jährige zieht aus Altersgründen seinen Abschied aus dem Team in Erwägung). Sein Offensivauftritt wurde nach einem Lauf mit dem Touchdown belohnt. Auffällig in der Offensive auch Yves Atlas. Der so genannte Rookie, der als Neueinsteiger 2005 seine erste Footballsaison spielte, krönte diese mit einer ansprechenden Leistung zum Saisonfinale.


Autor: hebr
Artikel vom 20.09.2005, 07:03 Uhr

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